Simul iustus et plagiator

 

In der letzten Zeit ist mir häufiger bei der morgendlichen Twitterlektüre der ein oder andere nette Tweet aufgefallen, den ich dann im Laufe des Tages in meiner Timeline mehrfach wiederfand – nur unter verschiedensten Urheberschaften anderer Accounts.

Wir kennen die Copy & Paste Kultur bei wissenschaftlichen Arbeiten, aus der Entwicklung neuer elektronischer Produkte und eben auch aus den sozialen Medien. Somit ist das eigentlich nichts wirklich neues. Mir geht es gar nicht so sehr um die rechtliche Ebene: die Urheberrechtsverletzung und den Diebstahl geistigen Eigentums. Dazu gibt es schon genug Beiträge.

Mir fällt nur auf, dass bisher wenig (wenn nicht gar nicht) über die anthropologische Ebene gesprochen wurde: Was für ein Bild habe ich von mir und meiner Selbstinszenierung im Netz und auch, welches Bild von „vernetzter Antropologie“ zeigt sich in meinem kommunikativen Miteinander? Was sagt es über mich und meine Vorstellung vernetzter Kommunikationsprozesse in den sozialen Medien aus, wenn ich mich ständig mit fremden Lorbeeren schmücke und bei Twitter und Facebook Favs und Likes abgreife, die ich nur dem Ideenklau zu verdanken habe? Eine solche Copycat Mentalität bereichert sich nicht nur unberechtigt selber, sondern zeigt auch keinerlei Respekt und Wertschätzung den Urhebenden gegenüber.

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Einsatz in vier Wänden

Diese Predigt habe ich am 09. August 2015 in der Christusgemeinde Hagen, Eilpe zu Lukas 19, 41-48 gehalten.

   

     Friede sei mit euch von Gott unserem Vater,

     und dem Herrn Jesus Christus.

     Amen.

 

Liebe Gemeinde,

diesen Sonntag geht’s um einen „Einsatz in vier Wänden“. Wir werden jetzt in der Predigt mal ein wenig umdekorieren und umbauen, hier in der Kirche. Ich sehe, Sie haben ja schon mal ein wenig damit angefangen. Das sieht man hier ja schön am Absperrband. Die Heizung soll ja erneuert werden. Das ist schon mal eine gute Umbaumaßnahme.

Aber, lieber Gemeinde: Dabei wird es wohl heute wohl nicht bleiben. Denn im heutigen Predigttext für den 10. Sonntag nach Trinitatis gestaltet Jesus im Tempel so einiges neu. Er schmeißt Möbel um und prognostiziert den Jerusalemern sogar, dass bei ihrem Tempel kein Stein auf dem anderen bleiben wird.
Somit klingt das nach einer ziemlich großen Umbaumaßnahme.

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Aber gucken wir einmal genau in den Text. (mehr …)

Dr. Min.

cohort

 

Am 1. Mai wurde ich in Portland, USA zum Doctor of Ministry (Dr. Min.) promoviert.  Mit der Promotion habe ich „passed with distinction“ mein Onlinestudium im Programm „Leadership and Global Perspectives“ am George Fox Seminary erfolgreich abgeschlossen.

Vor 3,5 Jahren habe ich mit dem Programm begonnen. Seitdem habe ich unzählige Bücher gelesen (sowohl für die kursbegleitende Lektüre, die interdisziplinär das Themenfeld Leadership and global Perspectives begleuchtet, als auch fachspezifisch für meine Dissertation), Blogartikel verfasst (man kann sie unter der Kategorie Promotion nachlesen), an Studienreisen nach Seoul, London und Kapstadt teilgenommen, mich in wöchentlichen Chats mit meinen internationalen Kommilitonen ausgetauscht und Freundschaften geschlossen, Hausaufgaben verfasst (Essays, Field Research Reports, Learning Plans, Visual Ethnograhies, Personal Leadership Development Plans usw.), Vorträge und Pecha Kuchas über mein Forschungsthema gehalten und schließlich eine Dissertation verfasst.

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Homosexualität – eine Feldstudie

In der letzten Woche wurde vom Projekt Worthaus ein Podcast Beitrag mit dem Titel „Die schwule Frage – Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle“ online gestellt. Es handelt sich um einen Vortrag, den Prof. Zimmer am 07. Februar 2015 in Tübingen im Rahmen des „Worthaus Pop-ups“ gehalten hat.

Die schwule Frage – Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle | 5.1.1
Worthaus Pop-Up | Tübingen: 7. Februar 2015 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer

Im Vortrag beleuchtet Siegfried Zimmer das Themenfeld Homosexualität und gleichgeschlechtliche Liebe biblisch, (kirchen)geschichtlich und soziologisch. Er geht dabei immer wieder auf eine einordnende Metaebene und beschränkt sich nicht auf das Klein-Klein einzelner Bibelverse, sondern wertschätzt diese in ihrem exegetischen Zusammenhang. Diese Draufsicht ermöglicht neue Zugänge zu einschlägig zitierten Bibelversen sowie deren Lesarten und deckt gewisse traditionell-traditierte Dogmen auf, die sich z.T. (kirchen)geschichtlich verselbständigt haben.

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