Dr. Min.

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Am 1. Mai wurde ich in Portland, USA zum Doctor of Ministry (Dr. Min.) promoviert.  Mit der Promotion habe ich „passed with distinction“ mein Onlinestudium im Programm „Leadership and Global Perspectives“ am George Fox Seminary erfolgreich abgeschlossen.

Vor 3,5 Jahren habe ich mit dem Programm begonnen. Seitdem habe ich unzählige Bücher gelesen (sowohl für die kursbegleitende Lektüre, die interdisziplinär das Themenfeld Leadership and global Perspectives begleuchtet, als auch fachspezifisch für meine Dissertation), Blogartikel verfasst (man kann sie unter der Kategorie Promotion nachlesen), an Studienreisen nach Seoul, London und Kapstadt teilgenommen, mich in wöchentlichen Chats mit meinen internationalen Kommilitonen ausgetauscht und Freundschaften geschlossen, Hausaufgaben verfasst (Essays, Field Research Reports, Learning Plans, Visual Ethnograhies, Personal Leadership Development Plans usw.), Vorträge und Pecha Kuchas über mein Forschungsthema gehalten und schließlich eine Dissertation verfasst.

Dissertation

Diese Dissertation besteht zum einen aus einer wissenschaftlichen Beleuchtung der Frage nach der Relevanz von Kontextualisierung und zum anderen aus der praktischen Umsetzung der Forschungsergebnisse in Form eines Praxisartefakt. Der Theorieteil ist online einsehbar und wertet unter dem Titel „Mind the Gap: The Relevance of Contextualization for the Training Course Fresh X-Der Kurs by Kirchehochzwei“ Hintergrund und Praxis der Adaption des englischen mission-shaped ministry Materials der Fresh Expressionskurse in das Kursmaterial für den Norddeutschen Kontext innerhalb der Arbeit bei Kirchehochzwei für „FreshX – Der Kurs“ aus. Dieses kontextualisierte  Kursmaterial selbst wiederum ist der Praxisteil der Dissertation und wird in der konkreten Arbeit innerhalb der Fresh Expressions Kurse von Kirchehochzwei angewandt.

 

Distinguished Dissertation Award

Mit meiner Dissertation habe ich den Distinguished Dissertation Award 2015 der Theologischen Fakultät der George Fox University gewonnen. Über diese Auszeichnung habe ich mich sehr gefreut.

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Hier die Begründung der Prüfer:

Sandra embodies and exemplifies the aspirations of the Leadership and Global Perspectives D.Min for ‘reflective-practice’.  Sandra brought her keen intellect to bear on her studies with sustained rigour and vigour.  Her dissertation provides noteworthy research with a comprehensive outworking in Church ministry and leadership.  She has been a great thought leader to her peers, inciting and inspiring their work.  Most importantly she has demonstrated profound character and faith in the midst of the most challenging of personal circumstances.  She has been an inspiration to us all, students, faculty and friends alike. (Jason Clark)

With great care and insight, Sandra has reflected on her work with Kirche hoch zwei and Fresh X – der Kurs. Many see the church in crisis these days and, sometimes frantically, push for change. In her dissertation and the resulting artifact, sober analysis and evaluation provides the basis for an infusion of hope and fresh imagination for a new kind of church. Her example of ecumenical learning and her handling of the various contexts sets an exemplary standard. From all I can see and hear here in Germany, her work and that of her colleagues is highly respected. It has been a privilege and a joy to work with her on the DMin program. (Peter Aschoff)

 

Resumé

Ich freue mich, das Doctor of Ministry Programm erfolgreich abgeschlossen zu haben. Wobei die eigentliche Dissertation und der akademische Titel für mich im Hintergrund stehen. Dankbar bin ich in erster Linie für den Rahmen, den mir das Programm geboten hat, um wissenschaftliches Arbeiten und praktischen Dienst in Kirchengemeinde und Funktionsstelle bei Kirchehochzwei zu verbinden. Es war für mich ein Geschenk neben meiner Tätigkeit als Pastorin auch als Theologin wirken zu können. Dies in einer internationalen Gemeinschaft mit anderen Studierenden zu tun und mit ihnen durch ein gemeinsames Oberthema „Leadership and Global Perspectives“ verbunden zu sein, hat meinen Dienst und auch mein wissenschaftliches Arbeiten beschenkt. Selten habe ich so viele interkulturelle, ökumenische und interdisziplinäre Anstöße bekommen. Das gemeinsame Forschen und der Austausch über die Kurs Lektüre (aus dem soziologischen, politischen, religionswissenschaftlichen, betriebswissenschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Bereich) hat meinen Horizont und mein theologischen Denken und Fragen erweitert.

Der Titel „Doctor of Ministry“ ist in Deutschland (derzeit noch) eher unbekannt und lässt sich wohl am ehesten mit „Doktor der angewandten Praktischen Theologie“ übersetzen. Er bot mir besonders durch die Verbindung von theologisch-wissenschaftlichem Arbeiten in Theorie und Praxis etwas, das mir an keiner theologischen Fakultät in Deutschland zur Erlangung eines Dr. theol. ermöglicht worden wäre. Der im positiven Sinne verschulte Rahmen des Programms in Form von inhaltlicher und organisationeller Unterstützung, das interdisziplinäre und thematisch zugeschnitte Kursprogramm und die Arbeit mit den internationalen Kommilitonen sowie die hohe Praxisrelevanz und Verbindung von theologischer Forschung und eigenem Dienst würde mich als Pastorin und Theologin immer wieder für einen Dr. min. Abschluss entscheiden lassen.

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