Best Practice in der Kirche

Best Practice in der Kirche? Ideenpools und Think Tanks vs. Kirchturmdenken und eine „das Rad immer neu erfinden-Mentalität“?

Im Impulspapier „Kirche der Freiheit“ heißt es im zweiten Leuchtfeuer u.a.:


Ein verantwortetes Maß an Wettbewerb unter den Gemeindeformen und -angeboten wird unterstützt und
gelingende Beispiele werden gestärkt (good practice- Orientierung).

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Nun bieten sowohl Landeskirche als auch EKD immer mehr und bessere Foren um sich über eben jene „best practice“ Lösungen zu informieren und auszutauschen.
Die Hannoversche Landeskirche bietet mit www.so-kommen-wir-weiter.de einen kostbaren Informationspool an.

Die EKD startet jetzt mit www.kirche-im-aufbruch.de eine überlandeskirchliche Plattform. In den Kategorien Gottesdienst, Kasualien, Kirchenmusik und Kultur, Diakonie, Sprachfähigkeit des Glauben, Gemeindeentwicklung und Mitgliederbindung, Gemeinde auf Zeit, Motivation und Engagement werden good-practice Lösungen vorgestellt, können aber auch selbst eingepflegt werden. Weiterhin gibt es auch geistreich.de.

Beide Foren sollten nun immer weiter gefüllt und aktualisiert werden, damit möglichst viele Gemeinden in ihrer jeweiligen Situation nachahmenswerte Beispiele finden können.

Meine Frage. Was ist die Hauptaufgabe? Ist es die Ideen- und Materialweitergabe oder soll dies einen Kulturwandel in unserer Kirche befruchten, die sonst so oft von Kirchturmdenken und Einzelkämpfertum im Pfarramt geprägt ist? Ist nicht gerade das Thema nicht der oben zitierete Wettbewerb, sondern ein synergetisches Miteinander, in dem man sich an den Leuchtfeuern der anderen ohne Neid wärmen kann, aber selbst auch mutig und selbstbewusst, das eigene Licht nicht unter den Scheffel stellt?

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