46 Tage im Haus kirchlicher Dienste

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Spiritualität: Rhythmus & Begegnung

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Wie immer, lädt am ersten Advent jeden Jahres Emergent Deutschland zum Forum ein.
In diesem Jahr geht es um Spiritualität: Rhythmus & Begegnung. Das Forum findet im Konvent an der Reformationskirche Berlin-Moabit am Wochenende vom 29. November bis 01. Dezember statt.

Spiritualität ist der Herzschlag eines lebendigen christlichen Glaubens. Doch was genau geht vor sich, wenn wir etwas Spirituelles erleben? Welchen Rhythmus zwischen Anspannung und Entspannung, Gemeinschaft und Einsamkeit, traditionellen und spontanen Glaubensäußerungen empfinden wir als belebend? Über diese Fragen und über unsere unterschiedlichen Erfahrungen mit den verschiedenen Aspekten und Formen christlicher Spiritualität wollen wir gerne mit euch ins Gespräch kommen.

Der Freitagabend beginnt diesmal anders als bisher: wir feiern einen sinnlichen Gottesdienst mit dem Konvent an der Reformationskirche und werden musikalisch unterstützt von Roemer Collective. Samstag und Sonntag ist „Rhythmus“ Programm. Es wechseln sich gemeinschaftliche liturgische Phasen mit Zeitfenstern ab, in denen jede/r verschiedenste interaktive Angebote nutzen kann, um sich individuell sowie im Dialog mit anderen mit spirituellen Fragen auseinanderzusetzen. Die vielfältigen Gedanken, Anregungen und Erkenntnisse werden wir zwischendurch immer wieder bündeln, um noch tiefer gemeinsam zu erkunden, was wir unter Spiritualität verstehen und wie wir diese im Alltag und den Gemeinden (er-)leben (können).

Auf der Seite von Emergent Deutschland gibt es weitere Informationen. Hier kann man sich auch anmelden.

Sehen wir uns?

Kaffee?

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»Es sind die Kaffeepausen, die auf großen Konferenzen meist die produktivste Phase darstellen.«

Im November startet eine Reihe von Veranstaltungen, die viel Raum zum Netzwerken, Austauschen, Fragen stellen und Kaffeetrinken bieten wollen. Der Rahmen für diese Events ist ein Barcamp.

Was ein Barcamp ist, erfährt man hier:

Das Entscheidendste der Methode Barcamp ist, dass alle Teilnehmer gleichzeitig Mitgestalter sind. Das heisst, ein Barcamp liefert den Rahmen für den Austausch der Teilnehmer untereinander. Barcamps gibt es seit ca. 10 Jahren, in vielen Ländern und zu vielen verschiedenen Themen. Auch Kirche² will Partizipation ermöglichen und das Netzwerken von verschiedensten Menschen unterschiedlicher Konfessionen erleichtern.
Kirche² steht für eine gemeinsame Vision und viele verschiedene Erfahrungen, Geschichten, Fragen und Ideen. Es fehlt leider nur so oft an Orten und geschützen Räumen, wo dies stattfinden kann.

Was liegt da näher als ein Barcamp von Kirche²?! Bei so viel – selbst geschaffener – Struktur wie nötig und so viel Freiheit wie möglich wollen wir zusammenbringen, was zusammen gehört und uns gegenseitig sowohl inspirieren, als auch ermutigen. Der Raum wird zur Verfügung gestellt, das Leben bringt jeder selbst mit.

Da bleibt es also keine Frage mehr, warum man sich zu den Barcamps in Lüneburg oder Göttingen anmelden sollte, oder? Denn irgendwie spricht das Angebot doch die meisten von uns an… Die, die neue Ideen suchen oder haben, die, die Sehnsucht nach einer anderen Kirche haben, die, die glauben, dass das doch nicht alles sein kann, oder die, die Nase voll haben… sollten sich anmelden und möglichst vielen Anderen davon erzählen.

 

Hier gibt es Infos zum Barcamp in Göttingen am 16.11.2013.

Und hier gibts Infos zum Barcamp in Lüneburg am 23.11.2013.

 

 

 

Wenn ein Glied leidet

…dann leiden alle anderen Körperteile mit.

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(Grafik via @wortfeld)

Dieser Tage ist die Kirche überall in den Schlagzeilen. Leider nicht positiv.

Wenn ein Glied leidet, dann leiden alle anderen Körperteile mit (1.Kor 12,26).

Ich als Protestantin leide:

Einerseits mit den enttäuschten und fassungslosen Katholiken, die bestürzt sind. In einer Zeit von finanziellen Kürzungen und starken Einsparungen klingt die Finanzaffaire für viele Katholiken sicherlich wie purer Hohn. Besonders in der Kombination mit Verschleierung und Falschaussagen. Ich kann mich gut mit den enttäuschten Katholiken identifizieren und wähne mich gleichzeitig als Protestantin nicht im Sicheren; wer weiss, welche bisher unentdeckten Skandale und Affairen bei den Evangelen noch schlummern…

Und andererseits an diesem (erneuten) herben Imageverlust für uns Christen generell. Auch wenn theologisch die ekklesiologische Disskussion über „die Kirche“ und den Status der evangelischen Glaubensgemeinschaft darin weiterhin schwierig ist, generiert doch der Vorfall in Limburg einen Schaden für die gesamten Christen und Christinnen in Deutschland. In der Gesellschaft wird nur von den Wenigsten konfessionell differenziert.  So trat bspw. einmal ein Christ in meiner Gemeinde aus der Kirche aus, weil er mit der Regensburger Rede von Papst Benedikt nicht einverstanden war. Es wird eben oft nicht differenziert. Grundsätzlich muss das auch nicht unbedingt nur schlecht sein. In ökumenischer Hinsicht kann dies ein hilfreicher Umstand sein, der gemeinsame ökumenische Arbeit erleichtert und alte Verkrustungen aufbricht, damit Neues möglich ist.

Zu diesem Zeitpunkt der Limburger Affaire wünsche ich mir dennoch entweder mehr Differenzierung oder, dass die katholische Kirchenleitung von einer mutigen evangelischen Bischöfin lernen möge, die einst für einen, von ihr begangenen Fehler sofort und klar Konsequenzen zog und damit große Achtung und Respekt erlangte.

Bis dahin leide ich mit und an der katholischen Kirche.

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