Herzensprojekt: Team Unser

Meistens bin ich ja für Kirchehoch2 unterwegs. Dieser Dienst macht einen Schwerpunkt meiner Arbeit aus. Angebunden bin ich als Referentin für Kirchehoch2 jedoch im Haus kirchlicher Dienste der Hannoverschen Landeskirche. Ab und an ergibt es sich, dass  ich mich in meiner dortigen Abteilung der Missionarischen Dienste auch in Projekte eintrage, die wenig, nur indirekt oder manchmal auch nichts mit Kirchehoch2 zu tun haben.

Vor gut einem Jahr erreichte uns dort die Anfrage, ob es nicht möglich sei, sich an der Entwicklung von Materialien für die neuen Kirchenvorstehenden zu beteiligen, die in allen Gemeinden der Hannoverschen Landeskirche 2018 neu gewählt wurden.

Wir hatten sofort Lust und machten uns ans Werk. Die Idee war von Anfang, an praxisorientierte Methoden zu entwickeln, die es den Kirchenvorständen erleichtern sollten, als Team zusammenzuwachsen, sich über Kirchenbilder auszutauschen und gut in den kirchenleitenden Dienst auf Ortsebene zu starten. Schnell entstand ein Konzept in Richtung Team- und Kirchenentwicklung, in dessen Mittelpunkt biblische Charaktere standen. Anhand von 25 biblischen Charakterköpfen wurden die Schwerpunktthemen Teamentwicklung, Berufung, Vision und Spiritualität entfaltet. Durch die Zusammenarbeit mit der großartigen Agentur Gobasil konkretisierte sich schnell die Idee eines Kartenspiels.

Im Set: die 25 biblische Charakterköpfe von Josua („Der Azubi“) und Barnabas („Der Coach“)  bis Lydia („Die Unternehmerin“). Sie laden durch ihre je eigenen Biografien und Fragen zum Gespräch ein. Dabei helfen Spielideen, die die Karten zur Kennlernmethode, zum Gesprächsimpuls oder zur biblischen Intervention in Diskussion oder Andachten werden lassen.

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Büchertisch

An verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Medien nimmt der inhaltliche Diskurs um neue Formen von Kirche Fahrt auf. Ich freue mich, an zwei Stellen zur Diskussion beigetragen zu haben und verweise daher dankbar auf zwei Veröffentlichungen der letzten Wochen.

 

 

Zum einen in der Praktischen Theologie: Die erste Ausgabe der Zeitschrift im Jahr 2018 beschäftigt sich mit dem Thema „Fresh Expressions of Church – auf Deutsch?“ und darin durfte ich einen Artikel mit dem Titel „Die Relevanz des Kontexts in und für Fresh Expressions of Church“ beisteuern. Jan Hermelink und Sabrina Müller haben einen schönen Einstieg zusammengestellt.

 

Zum anderen handelt es sich um einen neuen Band aus der Reihe „Management – Ethik – Organisation“, die bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen sind. Die Herausgeber Stefan Jung und Thomas Katzenmayer haben im fünften Band unter dem Titel „Lebendige Kirchen. Interdisziplinäre Denkanstöße und praktische Erfahrungen“ versucht, Lebendigkeit in der Kirche neu und unkonventionell zu deuten. Altbekanntes und Innovatives wird theoretisch reflektiert oder anhand von Praxiserfahrungen sichtbar gemacht. Mein Artikel trägt in diesem Zusammenhang die Dimension Fresh Expressions of Church ein (Titel: „Fresh Expressions of Church. Neue Aufbrüche zur lebendigen Kirche.“).

 

Fremdeln als Chance

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift des Gemeindekollegs der VELKD „Kirche in Bewegung“ trägt den Titel „Fremdeln als Chance – Von Grenzgängern und ihren Wirkungen.“

Der Name ist Programm.

Ich durfte einen Artikel zu unseren Erfahrungen mit W@nder (Konferenz und Buch) mit dem Titel „Wandernde zwischen den Welten“ beisteuern.

Hier kann man den Text herunterladen oder online anschauen.

 

Vom Wandern und Wundern: Ein Buch

Was für eine Freude! Denn jetzt ist es da!

Vor gut einem Jahr haben meine katholische Kollegin Maria Herrmann und ich überlegt, eine deutsche Adaption des englischsprachigen Grundlagenbuches der Pionier Erfahrungen in der Anglikanischen Kirche anzustoßen.

„The Pioneer Gift. Explorations in Mission“ von Jonny Baker und Cathy Ross hat seit dem Erscheinen 2014 unsere Arbeit bei Kirche² maßgeblich geprägt. Gerade die darin entfaltete Umdeutung der eigenen Fremdheitserfahrungen in Kirche in ein sogenannetes „Gift of not fitting in“ (die Gabe nicht hineinzupassen) war eine große Inspiration.

„Vom Wandern und Wundern. Fremdsein und prophetische Ungeduld in der Kirche“ nimmt diesen Anstoß auf und überträgt ihn auf den deutschsprachigen Kontext, indem dort 13 Autorinnen und Autoren aus Deutschland und der Schweiz mit ihren biographischen Erfahrungen zu Wort kommen.

Hier ein ausführlicherer Artikel über die Genese des Buches von Maria Herrmann auf dem Blog von Kirche².

„Vom Wandern und Wundern“ kann über die Seite des Verlags oder beim Buchhändler des Vertrauens vor Ort unter der ISBN [978-3-429-04403-9] bestellt werden.

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