Der obdachlose Gott

Guerilla Locher oder extra Nagel

Erster Advent. Neben Herrnhuter Stern im Fenster und Adventskranz auf dem Tisch kommt bei mir auch immer der aktuelle Kalender von Der andere Advent an die Wand. Diese schöne Tradition halte ich seit Jahren und ich freue mich immer drauf.

Den Ort, an dem der Andere Advent in meiner Wohnung traditionell immer hängt, ziert wenige Monate früher/später  auch jedes Jahr der Fastenkalender von 7 Wochen ohne.

7 Wochen ohne Der andere Advent

Und jedes Jahr, wenn ich die Kalender aufhänge, bin ich insgeheim gespannt. Und diese Neugier konzentriert sich in jedem Jahr auf ein klitzekleines Detail. Es ist eigentlich keinen Blogpost wert – noch nicht mal einen Tweet, so nebensächlich ist es eigentlich und ich schäme mich auch ein bißchen, so ein Tamtam darum zu machen….  (mehr …)

Simul iustus et plagiator

 

In der letzten Zeit ist mir häufiger bei der morgendlichen Twitterlektüre der ein oder andere nette Tweet aufgefallen, den ich dann im Laufe des Tages in meiner Timeline mehrfach wiederfand – nur unter verschiedensten Urheberschaften anderer Accounts.

Wir kennen die Copy & Paste Kultur bei wissenschaftlichen Arbeiten, aus der Entwicklung neuer elektronischer Produkte und eben auch aus den sozialen Medien. Somit ist das eigentlich nichts wirklich neues. Mir geht es gar nicht so sehr um die rechtliche Ebene: die Urheberrechtsverletzung und den Diebstahl geistigen Eigentums. Dazu gibt es schon genug Beiträge.

Mir fällt nur auf, dass bisher wenig (wenn nicht gar nicht) über die anthropologische Ebene gesprochen wurde: Was für ein Bild habe ich von mir und meiner Selbstinszenierung im Netz und auch, welches Bild von „vernetzter Antropologie“ zeigt sich in meinem kommunikativen Miteinander? Was sagt es über mich und meine Vorstellung vernetzter Kommunikationsprozesse in den sozialen Medien aus, wenn ich mich ständig mit fremden Lorbeeren schmücke und bei Twitter und Facebook Favs und Likes abgreife, die ich nur dem Ideenklau zu verdanken habe? Eine solche Copycat Mentalität bereichert sich nicht nur unberechtigt selber, sondern zeigt auch keinerlei Respekt und Wertschätzung den Urhebenden gegenüber.

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Hol‘ mir mal ne Flasche Bier

… sonst streik ich hier.

Gerhard Schröder

Biergläser

 

Ich war kürzlich in einem asiatischen Land im Urlaub. An der Bar bestellte ich zwei Bier und trug dann erstaunt die Ausbeute meiner Bestellung an den Tisch meiner weiblichen Reisebegleitung und mir:

Zwei Flaschen Bier und zwei unterschiedliche Biergläser (Originalbild oben).

Wir fanden dies ungewöhnlich, rechneten aber mit einem Glasengpass oder ähnlichem und dachten uns nichts dabei. Dieser Vorgang wiederholte sich nur in den kommenden Tagen immer wieder: Eine von uns beiden bestellte zwei Bier, wir erhielten immer zwei unterschiedliche Gläser.

Erst als wir beiden in einem Restaurant am Tisch bestellten, bekamen wir zwei gleiche Gläser zum Bier. Kleine geschwungene Gläser, beide ohne Henkel.

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